Karl Heinz Schniewind
Karl Heinz Schniewind (KHS) war bis Anfang der 1990er Jahre im Wuppertaler Schuldienst tätig. Bis zu seiner Pensionierung leitete er über viele jahre die Grundschule Kurt-Schumacher-Straße und ist vielen Menschen aus dieser Tätigkeit bekannt. In früheren Jahren war er Bestandteil eines Autorenteams im Westermann-Schulbuchverlag und dort an der Entwicklung von Rechenbüchern für das erste bis vierte Schuljahr beteiligt. An der Bergischen Universität leistete er nach seiner Pensionierung Beiträge zu einem Forschungs- und Fortbildungsprojekt im Zusammenhang mit dem Schrifterwerb.
manchmal geht alles so schnell ...
KHS lebte bis zu seinem Tod am 20 Mai 2001 im Altenpflegeheim Friedensheim des Theodor-Fliedner-Werkes in Haan. Die Folgen eines schweren Schädel-Hirn-Traumas fesselten ihn an Bett und Rollstuhl. Er konnte sich weder aus eigener Kraft bewegen, sich so gut wie nicht verständlich machen, konnte in nennenswertem Umfang keine Nahrung aufnehmen. Aber er konnte denken und fühlen. Er nahm Besuch wahr, er betrachtete das Leben in der Natur und schien Gesprächen, die in seiner Anwesenheit geführt wurden, häufig zu folgen.
Am frühen Abend des 4. Juli 1999 fuhr KHS mit seinem Pkw ungebremst mit beachtlicher Geschwindigkeit auf ein stehendes Stauende auf der A46. Die Ironie des Schicksals wollte, dass sich dies fast unmittelbar unterhalb des Hauses abspielte, das er mit seiner Familie jahrelang bewohnt hatte. Die Folgen des Aufpralls waren insbesondere dadurch so gravierend, dass es sich bei dem Stauende um einen Lkw handelte, dem auszuweichen er offenbar noch versucht hatte. Das führte dazu, dass die Ladekante des Aufbaus die Windschutzscheibe zerschlug und ihn im Gesicht traf.
Götter in Weiß?
In den darauf folgenden Wochen hatten wir sehr unterschiedliche Menschen mit weißen Kitteln kennengelernt. Einigen von ihnen waren wir wegen ihrer Art und ihres Handelns sehr dankbar, anderen nicht. Darüber wollen wir nicht lamentieren. Wir wissen letztlich nicht, ob es KHS besser ergangen wäre, wenn der eine oder andere Fehler bei der Behandlung nicht vorgekommen wäre. Wir vermuten das aber.
Keine Empfehlung: Klinik Holthausen
Absolut abraten können wir nur von einer Rehabilitationsmaßnahme in der Klinik Holthausen in Hattingen. Dort haben wir schlechte Erfahrungen verschiedenster Art gemacht. Wir müssen leider davon ausgehen, dass das dortige Personal durch unterlassene Lagerungsmaßnahmen heftigste, zum Teil irreversible Muskel-Kontrakturen verursacht hatte. Ein Gespräch mit dem leitenden Arzt der Abteilung war nur unter Anwendung professioneller, sozialtherapeutischer Empathie und Toleranz durchzustehen. Wer nicht ausschließlich wegen der schönen Landschaft in ein Krankenhaus geht, sollte diese Einrichtung meiden.
MRSA - die harmlose Pest
Noch während des Aufenthaltes im Wuppertaler Bethesda-Krankenhaus wurde bei KHS eine Infektion mit multiresistentem Staphylococcus Aureus (MRSA) festgestellt. Mehr dazu.